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Anruf aus Suite 117

Der Debütroman von Marcus Winter – seine Entstehungsgeschichte, Verlagsangaben und Stimmen aus damaligen Rezensionen.

„Ich erzähle eine Geschichte. Und das ist alles!“

Georges Simenon, 1903–1989
Cover des Kriminalromans „Anruf aus Suite 117“ von Marcus Winter

Kriminalroman

Verlag
Verlag der Criminale, München
Erschienen
März 2002
Umfang
192 Seiten / Paperback

Der Roman sollte ursprünglich schon Mitte Neunziger Jahre erscheinen, und zwar in einem Berliner Verlag im Rahmen einer seinerzeit dort neu aufgelegten Krimi-Reihe. Im Zentrum der Krimi-Editionen sollte Henning Mankell stehen, der damals in Deutschland noch weitgehend unbekannt war. Man veröffentlichte zunächst Mankells Werk Die Hunde von Riga, danach wollte man ursprünglich innerhalb der Serie auch Marcus Winters Roman Anruf aus Suite 117 auf den Markt bringen.

Doch dann erhielt der Japaner Kenzaburo Oe im Jahr 1994 ganz überraschend den Nobelpreis für Literatur. Und welcher deutsche Verlag hatte den Preisträger als einziger im Programm? Eben jener Berliner Verlag, der sich gerade aufgemacht hatte, etwas so profanes wie eine Krimi-Reihe aufzulegen.

Sofort stürzte man sich in der Verlagsleitung nur noch auf die hauseigene „Japan-Edition“, weil man hoffte, im Fahrwasser des Nobelpreisträgers Oe mächtig Umsatz zu machen. Plötzlich hieß es dort intern: „Mankell? Wer ist eigentlich Henning Mankell?“. Letztendlich trennte man sich von dem schwedischen Autor, der seit dem (und bis heute) seine deutschsprachigen Hardcover-Krimis im Paul Zsolnay Verlag und die Taschenbücher bei DTV verlegt. Die weiteren Krimi-Pläne des Berliner Verlages verschwanden still und leise in der Schublade.

Welch eine unternehmerische Fehlentscheidung!

Der Krimi Anruf aus Suite 117 wurde dann 2002 letztendlich im Münchner „Verlag der Criminale“ herausgegeben.

Auszüge aus damaligen Rezensionen

„Bewertung: Marcus Winter hat mit Anruf aus Suite 117 einen sehr guten Kriminalroman geschrieben. Er ist spannend, unterhaltsam und sehr realistisch geschrieben, denn man merkt, dass sich der Autor bestens in der Materie auskennt. Gerade dieses macht den Roman so lesenswert!!!“

aus: „Toms-Krimitreff.de“

„Vier Gegner also warten auf Wessel – entsprechend stellt er ein Team von vier Kollegen aus verschiedenen Abteilungen zusammen: Ingo Rossbach, ein Kollege aus dem Dezernat für Autodelikte, Guido Hannefort, Kommissar in der Abteilung Mord, sowie Sebastian Altenburg, Mitarbeiter des Rauschgiftdezernats. Zusammen machen sich die Vier daran, das Geheimnis des Anrufs aus Suite 117 zu klären. ( … )
Mit Anruf aus Suite 117 legt Winter seinen Debütroman vor, dem man die genaue Kenntnis der Polizeiarbeit anmerkt. (…)
Insbesondere der Schluss ist fesselnd und überraschend. Fazit: Ein guter, realistischer Roman, fast ein „Doku-Krimi“, der auf neue Bücher des Autors neugierig macht.“

aus: „Der-Bücherfreund.de“

„Der Autor hat einen Krimi geschrieben, der sich nicht nur um Mord und Totschlag dreht, sondern auch vier Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, zu echten Freunden zusammenschweißt. Das Buch ist sehr spannend aufgebaut, zeigt den Werdegang jedes einzelnen Protagonisten auf und seine Fähigkeiten im Team zu arbeiten. ( … )
Fazit: hochinteressanter Krimi“

aus: Deutsche-Krimi-Autoren.de
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